Welches Klavier

Klavier oder Flügel

Die Klassiker, aber es gibt auch Tücken. Fast alle von Privathand gebraucht gekauften Klaviere müssen nicht nur gestimmt, sondern auch teilweise oder sogar komplett überholt werden. Es hängen oft einige Tasten oder die Filze zum Abstoppen des Klanges sind abgenutzt.

Ein weiteres Problem sind Klaviere, die schlecht die Stimmung halten. Sie müssten normalerweise ein “Wochenabo” beim Klavierstimmer abschließen. Ein verstimmtes Klavier macht das Üben zur Qual und wirkt sich negativ auf das musikalische Gehör aus.

Planen Sie also für ein Klavier wenigstens 3000 € ein und ziehen Sie auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate. Hierfür kommt nur ein gelernter Klavierstimmer oder -bauer in Frage.

Ein Flügel ist der Mercedes unter den Klavieren: Er liegt auf drei Beinen, sieht ganz toll aus und ist doppelt so teuer wie ein Klavier. Aber auch ein gutes Klavier liefert einen authentischen Klang, den richtigen Anschlag für den Klavierunterricht und ist ein edles Möbelstück!

Mechanisches Klavier
Das mechanische Klavier

Das E-Piano als Alternative

Das E-Piano

Wer noch kein Klavier hat, dem empfehle ich den Kauf eines E-Pianos der Marke Kawai oder Yamaha, wobei Kawai mein ganz persönlicher Favorit ist. Die Mehrheit meiner Schüler besitzt ein E-Piano und damit kann man Nichts verkehrt machen.

Wenn Sie möchten, berate ich Sie vor dem Kauf und nenne Ihnen Bezugsquellen mit einem guten Service. Einige Läden bieten einen Aufbauservice an, auch die Abwicklung eines Reparaturauftrages ist wichtig. Die eigentliche Kaufabwicklung erfolgt dann durch Sie.

Die Vorteile beim E-Piano

  • unproblematischer Transport
  • kein Klavierstimmer erforderlich
  • Anschlag ähnlich wie beim Klavier (preisabhängig)
  • guter Sound (preisabhängig) und alternative Klänge wie Orgel oder Cembalo
  • Leises Üben möglich, sogar mit Kopfhörern
  • USB-Anschluss zur Aufnahme und zur Verbindung mit einem PC
  • geringerer Preis

Hochwertigere E-Pianos kosten je nach Ausstattung zwischen 900 und 2200 €. Am oberen Ende dieser Spanne erhält man bessere Lautsprecher, eine schönere Optik, ein Display und ein fast authentisches Spielgefühl.

Instrumente, die im Preis bei 500 € liegen, können nur als Zwischenlösung für die ersten zwei Jahre betrachtet werden. Allerdings kann man so Geld sparen, falls sich in dieser Zeit heraus stellt, dass es mit dem Klavier spielen doch nicht klappt.

Ich verleihe E-Pianos für den Anfangsunterricht.

Das Keyboard

Das Keyboard ist für junggebliebene Ruheständler in Betracht zu ziehen: Sie machen in kurzer Zeit schnellere Fortschritte und haben viel Freude am Spiel, denn die Koordination zwischen beiden Händen ist beim Keyboardunterricht einfacher. Volkslieder, Evergreens und einige Bearbeitungen klassischer Werke sind bald möglich.

Da beim Keyboard keine gewichteten Tasten vorhanden sind, eignet es sich aber nicht für den Klavierunterricht. Wenn ein Keyboard vorhanden ist, kann man einige Monate auch auf diesem üben, bis ein anderes Instrument gekauft ist.

Es gibt bereits Keyboards ab 100 €. Naturgemäß kann man aber bei solch einem Preis noch nicht allzu viel erwarten.

Fazit

  • Meine Empfehlung für Kinder, Jugendliche und berufstätige Erwachsene ist der Klavierunterricht. Das Klavier bietet einzigartige Möglichkeiten zum Gestalten von klassischer und moderner Musik im Originalklang!
  • Auch wer später Keyboarder einer Band werden möchte, sollte zuerst die Grundlagen lernen, also Klavier! Der Umstieg auf das Keyboard ist unproblematisch, wenn man Interesse an Technik und modernen Sounds hat.
  • Wer bereits im Rentenalter ist und noch nie vorher Klavierunterricht hatte, für den ist Keyboardunterricht eine gute Alternative

Ein gutes E-Piano ist eine echte und oft preiswerte Alternative zum herkömmlichen Klavier. Ein Liebhaber deutscher Wertarbeit kann sich mit dem Kauf eines guten Klaviers oder Flügels einen Traum erfüllen.

Keyboard im Unterricht
Das Keyboard im Unterricht